Theater

Es gilt zwei Dinge zu entwickeln: Die Schauspielkunst und die Zuschaukunst.”
Bertolt Brecht (1898 bis 1956), Regisseur, Dramatiker und Lyriker Augsburger Herkunft

  • Herzblut“ nannte sich die Produktion, in der die Jugendliche ihre Familie und ihre Biographie in eine packende Szenenfolge verwandelten und deutschlandweit Aufmerksamkeit erhielten.
  • Theaterspielen bringt immer auch eine Mischung aus Körperbewusstsein und Poesie. Hier eine Szene erblühenden Lebens“ in einer Produktion des Unterstufentheaters.
  • Das Theater der Oberstufe zeigt beklemmend-mitreißende Szenen aus Bertolt Brechts Furcht und Elend des Dritten Reiches“.
  • Das Theater der Mittelstufe spielt die heiter-herausfordernde Komödie Lysistrate“.
  • Theater der Unterstufe mit dem Anti-Mobbing-Stück Raus bist du!“ – Clowns in einer berührenden Situation der Ratlosigkeit.
  • König Ödipus“ beim Literarischen Abend anlässlich des Abiturs
  • Dynamik und Lebendigkeit im Unterstufentheater
  • Schülerinnen und Schüler gestalten mit Szenen aus dem Leben des Helden Herkules eine Festveranstaltung.
  • Szenisches Gestalten beim Schullandheimaufenthalt: Eine Schülergruppe spielt den berühmten Loriotsketch vom Lottogewinner“.

Theaterspielen gehört zum Gymnasium bei St. Stephan wie die Blume zur Vase. Auf allen Stufen gibt es Theatergruppen, in die man ohne Vorkenntnisse zum Schuljahresbeginn einsteigen kann. Denn Theater vollzieht sich in der Gruppe, schnell wird man zum Mitwirkenden in der Gemeinschaft.

Wenn ich Theater spiele, ist es, als hätte ich ein zweites
Leben”
, meint die 14-jährige Sophia. Daniel aus der 6. Klasse sagt: In der Rolle bin ich ganz anders als sonst. Das macht mich glücklich.” Und für Andreas, 16 Jahre, ist besonders wichtig: Wir drücken Emotionen aus und machen das gemeinsam. Dazu hat jeder das volle Talent.”

Die Theatergruppe der Unterstufe (Jahrgangsstufen 5 und 6) wird seit einigen Jahren von der Theaterpädagogin Sarah Hieber vom Kinder- und Jugentheater Eukitea in Diedorf geleitet und bringt stets so aktuelle wie berührende Stoffe auf die Bühne.

Die Mittelstufentheatergruppe (Jahrgangsstufe 7 bis 10) geht stets neue und ungewöhnliche Wege: Bewegungstheater, Bühnenadaptionen von Jugendbüchern, Erkundung externer Spielorte … Hier herrscht ein kreatives Umfeld für jede Art von Schauspieltalent.

Die Oberstufe (Jahrgangsstufe 11 und 12) zeigt in ihren Theaterproduktionen immer Mut: Da gibt es Klassiker (von Shakespeare bis Brecht) genauso wie Uraufführungen oder selbst entwickeltes Drama.

Am Ende seiner Schullaufbahn noch einmal auf der Bühne stehen, seine eigene Nummer gestalten und mit den Mitabiturienten einen genialen Abend stemmen: Diesem Konzept ist der Literarische Abend zum Abitur, jeweils Ende Juni, verpflichtet. Literatur lernt sprechen“ bietet szenische Lyrik, Kabarett, Poetry-Slam, Monologe, Kabinettstückchen und klassisches Bühnenspiel. Und jedes Jahr einmalig und unwiederholbar – Alles außer gewöhnlich!

Für die Jahrgangsstufe 9 bieten wir im Rahmen der Intensivierungsstunden Theatergruppen an, in denen vor allem szenisches und soziales Lernen betont wird.

Unendlich wichtig ist unsere Arbeitsgemeinschaft Bühnentechnik: Dieses Team im Hintergrund schafft mit Licht und Ton erst die Stimmungen für gelungene Aufführungen und bewegende Theatererlebnisse.

Das Team der Theaterlehrer:

  • Sarah Hieber, Eukitea Diedorf (Unterstufe)
  • Elke Sandler (Mittel- bzw. Oberstufe, Intensivierungen)
  • Markus Müller (Mittel- bzw. Oberstufe, Intensivierungen)
  • Matthias Ferber („Literatur lernt sprechen“, Intensivierungen)

Eine Stiftung für künstlerischen Reichtum

Oft wirkt die Hümmer-Peisl-Stiftung ganz im Stillen, mit der die Stifterin Helga Hümmer-Peisl das Gymnasium bei St. Stephan vor wenigen Jahren bedacht hat. Auch im vergangenen Jahr konnte die Schule damit im Hintergrund viele Möglichkeiten eröffnen, um Begabungen ins Zentrum zu rücken.

Vier Tage im Theaterfieber

Mit dem Stück Liebe einer Sommernacht” war die Theatergruppe der Mittel- und Oberstufe zu den 64. Theatertagen der bayerischen Gymnasien nach Aschaffenburg eingeladen. Vier Tage auf den beglückenden Brettern, die die Welt bedeuten” und auf dem harten Boden eines Schulzimmers, das als Unterkunft diente.

Theaterspaziergang vom Olymp bis in den Hades

Amor und Psyche”, eine Geschichte um Liebe, Verwirrung, Herausforderung, Tod und ewigen Lohn, zeigte das Unterstufentheater. Nach den wirren Monaten der Corona-Hemmnisse für die Theater- und Probenarbeit fand alles im Freien statt und führte auf einem Theaterspaziergang die Stadtmauer entlang zu einem grandiosen Theatererlebnis.